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STOLPERSTEINE FÜR  KLEINMACHNOW

Eine Initiative zur Erinnerungskultur im öffentlichen Raum

Das Kunstprojekt "Stolpersteine" gilt heute als einer der erfolgreichsten Beiträge zur zeitgenössischen Erinnerungskultur - europaweit. Die Idee dazu stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Erstmals hatte er zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf diese Weise das individuelle Schicksal von NS-Verfolgten im öffentlichen Raum sichtbar gemacht. 


10 x 10 x 10 cm Beton - versehen mit einer Messinghaube, deren Gravur Name, Geburtsjahr und Schicksal des Verfolgten aufzeigt: das ist der sog. "Stolperstein". Verlegt wird er vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnsitz des Opfers. Damit wir "stolpern"!

Wir, die wir tagtäglich an Orten individueller Geschichte achtlos vorbeigehen, weil uns die Kenntnis fehlt; wir, die wir die Unantastbarkeit der eigenen Menschenwürde als Selbstverständlichkeit erleben dürfen; wir, die wir die Verbrechen des Nationalsozialismus als ein Zeichen der Anerkennung kollektiver Schuld im Gedächtnis lebendig halten wollen.

Basierend auf Demnigs Initiative sind inzwischen mehrere zehntausend Steine verlegt worden. Und mit jedem verlegten Stein erweitert sich der Parcours der Erinnerung. Im besten Fall wird unser "Stolpern" für uns zum Grundstein lokaler Identität - Teil einer Ars Memorandi, die dem eigenen Wohnort historische Tiefenschärfe verleiht.

Ob die Verlegung eines Stolpersteins sachgerecht ist, darüber entscheiden örtliche Initiativen, die nach standardisierten Kriterien historische Belege sichten und bewerten. Dieser verantwortungsvollen Aufgabe widmet sich seit 2005 auch die Kleinmachnower Aktionsgruppe.